Störfaktoren und Kritik an der Homöopathie

Störfaktoren – Antidote

Folgende Dinge gelten als Störfaktoren während der Behandlung mit homöopathischen Mitteln

  • Kaffee, auch entkoffeinierter
  • Kampfer (in Erkältungsbädern, Parfum, Saunaaufgüssen)
  • Pfefferminz
  • Kamille
  • Alkohol
  • Drogen
  • Medikamente der Schulmedizin, z.B. Antibiotika
  • Nicht individualisierte homöopathischen Mittel (Komplexmittel)
  • Zahnbehandlungen

Währen einer Behandlung mit homöopathischen Mitteln sollte auf diese Dinge verzichtet werden, da die Wirkungen der homöopathischen Mittel gestört oder ganz aufgehoben werden können.

Homöopathen raten die Mittel mindestens eine Stunde vor oder nach dem Zähneputzen einzunehmen.
Viele Zahncremes enthalten ätherische Substanzen oder Menthole, die die Wirkung der homöopathischen Arzneien aufheben. Zur Vorbeugung gibt es in Apotheken homöopathische Zahnpasta.

Kritik

Es existiert bis zum heutigen Tage kein formaler Nachweis oder eine anerkannte naturwissenschaftliche Begründung für die Wirksamkeit der Homöopathie.

Homöopathische Mittel werden in potenzierter (verdünnter) Form verabreicht.
Diese Methode ist nach heutigen medizinischen und physikalischen Erkenntnissen unbrauchbar bzw. wird von dem Glauben untermauert, dass unbekannte Vorgänge den bestimmten Stoff durch Potenzierung zum Medikament machen. Es gibt jedoch keine Hinweise auf die Existenz dieser Vorgänge.

Auch eine Vielzahl unabhängiger Studien konnte die Wirksamkeit nicht bestätigen.

Homöopathische Heilerfolge sind mit anderen alternativen Therapieformen zu vergleichen und bewegen sich im Rahmen der Gesundungsraten einer Placebo-Behandlung.

Placeboeffekte sind medizinisch dokumentiert und nachgewiesene psychische Komponenten.

Jedoch bestehen viele Befürworter der Homöopathie darauf, dass Homöopathie über den Placeboeffekt hinaus wirkt. Außerdem bestätigen zahlreiche unabhängige Studien die Wirksamkeit homöopathischer Anwendungen. Neueste Studien belegen, dass homöopathische Heilungen nicht mit bloßer Einbildung zu erklären sind, sondern dass substanzielle, biochemische Wirkungen auf das Zentralnervensystem nachzuweisen sind.

Bei homöopathischen Behandlungen entsteht ein spezielles Verhauensverhältnis zwischen Patient und Therapeut, dies wirkt sich zusätzlich positiv auf den Heilungsverlauf aus.

Da medizinische Nachweise der Wirksamkeit von Homöopathie fehlen, halten Anhänger der Homöopathie wissenschaftliche Methoden zum Wirksamkeitsnachweis für nicht ausreichend.
Weil es allerdings keine andere Methode gibt, werden auch Methoden der Esoterik herangezogen, was jedoch zur Folge hat, dass das Argument, dass Homöopathie wissenschaftlich ist, außer Kraft gesetzt wird.

Da viele homöopathische Prüfberichte der Substanzen aus dem 19. Jahrhundert stammen, sei Homöopathie nicht mit den modernen Wirksamkeitsprüfungen der heutigen Zeit vergleichbar.
Daher sind die Arzneimittelprüfungen aus heutiger naturwissenschaftlicher Sicht problematisch.

Unbestritten ist, dass Verdünnungen einer Potenzierung von D24 oder C132, statistisch gesehenen kaum ein Molekül der Ausgangssubstanz enthalten. Dies entspricht ungefähr dem Auflösen einer Kopfschmerztablette im Atlantik. Da homöopathische Mittel jedoch nicht in sterilen Räumen hergestellt werden, lassen auch die besten Filtrierverfahren Reststoffe zurück.

Zudem ist die Methode nach dem Ähnlichkeitsprinzip nicht nachvollziehbar, da sie auf rein äußerlichen Symptomen beruht und nicht wie wissenschaftliche Untersuchungen mit Röntgenbildern die Gewebeproben berücksichtigt. Des weiteren beruht die Wahl der Medikamente ausschließlich auf die subjektive Betrachtung des Homöopathen.

Weiterer Kritikpunkt ist die Dauer der Therapie.

Schulmediziner halten auch die „Erstverschlimmerung“ für einen Beweis dafür, dass das verabreichte Mittel nicht wirkt.