veterinär Homöopathie
Homöopathie in der Tierheilkunde gibt es ebenso lange wie in der Humanmedizin. Erste Veröffentlichungen mit „Vorschlägen zur zweckmäßigen Behandlung kranker Tiere“ stammen aus dem Jahr 1815.
Auch Hahnemann vertrat den Standpunkt, dass „Tiere… mit einem Wort durch die homöopathische Heilart wenigstens eben sicher, als die Menschen zu heilen sind“.
Gustav Wilhelm Graß (1794-1847) stellte in einem 1830 veröffentlichten Aufsatz fest, dass Tierheilungen auf homöopathischer Basis der beste Beweis dafür wären, dass die Wirkweise der Homöopathie nicht auf Suggestion beruht.
Im 19. Jahrhundert war es nicht überall erlaubt, Tiere homöopathisch zu behandeln. Erst Ende der 1920er Jahre setzte die Tierhomöopathie wieder ein.
Bei den Veterinär-Homöopathen kommt es entscheidend auf die Beobachtungsgabe des Tierbesitzers an. Daher ist es bei einer Massentierhaltung weniger sinnvoll und realistisch die klassische Homöopathie anzuwenden.
Hier empfiehlt sich eher die kritisch-wissenschaftliche Homöopathie.
In Deutschland, den USA, Brasilien und der Slowakei gibt es spezielle Homöopathieausbildungen in staatlichen tierärztlichen Hochschulen und Landwirtschaftskammern. Zudem gibt es zahlreiche Privatschulen, die diese Zusatzausbildung für Tierärzte anbieten.
Ein homöopathisch ausgebildeter Tierarzt kann aber nicht automatisch auch Menschen behandeln.
Die Grenzen sind hier besser zu weit als zu eng zu stecken (Haftpflichtfälle).