Homöopathische Heilmittel

Homöopathische Arzneimittel, auch Arzneipotenzen genannt, stellen pharmazeutisch und pharmakologisch eine eigenständige Arzneiklasse dar. Hergestellt werden sie durch Verdünnen und Verschütteln oder Verreiben. Hierdurch verlieren sie ihren chemischen Arzneigehalt und entwickeln gleichzeitig die homöopathischen Wirkeigenschaften der ursprünglichen Rohstoffe.

Der Begriff des „homöopathischen Arzneimittels“ ist im österreichischen Arzneimittelgesetz von 1983 definiert:

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„Homöopathische Arzneimittel sind Arzneimittel, die ausschließlich nach homöopathischen Grundsätzen und Verfahrentechniken hergestellt sind“

Diese Definition stimmt mit dem deutschen Arzneimittelgesetz von 1976 überein und entspricht den Richtlinien des EU-Rechts. Somit ist die Arzneiform und die pharmazeutische Herstellung gesetzlich verankert.

Daneben gibt es ein homöopathisches Arzneibuch, in dem alle homöopathischen Grundsätze und Verfahrenstechniken enthalten sind. Dieses Arzneibuch ist in zwei Teile aufgeteilt.
Der erste Teil beinhaltet die „Allgemeinen Bestimmungen zur Herstellung homöopathischer Arzneimittel“ wie Angaben zur Beschaffenheit der arzneilichen Rohstoffe, Arzneiträger (Alkohol, Milchzucker).
Weiter enthält er 50 Vorschriften für die verschiedenen Potenzierungs- und Herstellungsverfahren.

Der zweite Teil beinhaltet die „Monographien“ der einzelnen Arzneisubstanzen, worin die genauen Herstellungs- und Analysevorschriften beschrieben sind. Angaben der Arzneirohstoffe, deren Prüfung auf Identität, Reinheit und Gehalt, sowie die Vorschriften für die Herstellung und die dafür zulässigen Arzneimittel und Hilfsstoffe werden beschrieben.